Smart electric drive 2017

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Der Smart electric drive 2017 wurde am 23.09.2016 in Miami (USA) vorgestellt und wird zuerst in den USA ausgeliefert, ab April 2017 auch in Deutschland. Bei Smart sind künftig alle Autos der Modellpalette voll elektrisch erhältlich also Coupé, Cabrio und Forfour.

Der Elektromotor von Renault leistet umgerechnet 60 kW / 81 PS und soll realistisch gut 120 Kilometer Reichweite bieten. Die Angabe nach NEFZ ist völlig unrealistisch. Der 81 PS starke Motor liefert ein permanentes Drehmoment von 160 Newtonmeter. Dieses Drehmoment liegt bei einem E-Antrieb aus dem Stand heraus komplett an. Und damit zeigt der Kleine so manchem Sportwagen an der Ampel die Rücklichter…

Die „electric drive Modelle“ richten sich bevorzugt an Kunden, die in erster Linie im Stadtbetrieb fahren wollen. Höchstgeschwindigkeit ist für diesen Zweck auf 130 km/h eingestellt. Der Akku mit 17,6 kWh Kapazität wird von einer Daimler-Tochter in Deutschland hergestellt, den Drehstromsynchronmotor und Komponenten des Antriebes analog analog des Renault ZOE.

Ein On-Board-Lader erlaubt das Aufladen an der Wallbox von 20 auf 80 Prozent in dreieinhalb Stunden, an der Haushaltssteckdose (SchuKo) dauert es sechs Stunden.

Gegen Aufpreis ist im Lauf des Jahres 2017 auch ein Schnelllader mit 22 kW zu haben. Dann dauert das Stromtanken laut Smart über drei Phasen (CEE-rot) nur 45 Minuten.

Der Fahrer hat zwei Fahrmmodi zur Auswahl: Standard- und Eco-Modus. Beim Eco-Modus wird die Höchstgeschwindigkeit begrenzt. Die Kennlinie für das Strompedal und die Rekuperationsstufe passen sich an. Zudem wählt ein Radarsensor passend zum vorausfahrenden Verkehr eine entsprechende Rekuperation zur Energie-Rückgewinnung.

Ein Komfortmerkmal sind die programmierbare Abfahrtszeiten per Smartphone App. Sie sorgen dafür dass die Klimaanlage rechtzeitig startet und das Auto auf Temperatur bringt, während es noch am Stecker hängt. So wird während der Fahrt weniger Energie verbraucht.

Die Ausstattungen und wählbaren Farbkombinationen für den Smart electric drive entsprechen weitgehend denen des Smart. Der Startpreis für den elektrischen Smart liegt bei 21.940 Euro abzüglich der Elektroauto Kaufprämie.

Noch interessant dürfte sein, dass der Hersteller die Daimler AG eine Garantie für 8 Jahre und 70 % der Akkukapazität abgeben will.

Fazit: Allgemein sprachen diverse Testfahrer positiv über den smart electric drive, aber bemängelten, dass nur ein USB-Anschluss im Innenraum vorhanden ist, an dem man sein Apple iPhone nicht laden kann. Das iPhone ist bezüglich Netzteil sehr wählerisch.

Der smart electric drive ist aktuell ein Kleinwagen mit mickrigem Akku und Schnarchlader, als ob es in den letzten
Jahren keinen Fortschritt in der Akku wie auch Ladetechnik gegeben hat. Aber er passt in jede Parklücke und ist handlich in der Stadt. Die Reichweite von 160 Kilometer (?) ist für die täglichen Einkaufsfahrten ausreichend. Man muss sich jedoch verabschieden von der Vorstellung ein Fahrzeug für jede Gelegenheit zu besitzen. Für Fernfahrten sollte man auf seinen bequemen Erstwagen zurückgreifen. Wer ein vernünftiges Spaßauto sucht und ausreichend Geld auf dem Konto hat, für den ist der elektrische Smart das richtige Zweitauto.

Grundsätzliches zum Konzept Smart

Was ist der Smart bereits in der dritten Generation? Ist es ein Auto, fahrbarer Regenumhang auf Rädern oder eine Mobilitätslösung? Aus meiner Sicht ist es ein Gefährt für Menschen, die nichts zu transportieren haben und die nicht mit diesem Auto auf der Autobahn oder Schnellstraße fahren müssen. Sie könnten eigentlich als Transportmittel auch Rad, Roller, Bus oder Taxi nehmen. Positiv ist, dass auch groß gewachsene Menschen in dem Zweisitzer genügend Platz finden. Das quer Einparken macht einfach Spaß!

Nachtrag 11.09.2017: Daimlers Kleinwagen Smart soll ab 2020 nach Worten von Vorstandschef Dieter Zetsche ausschließlich als Elektroauto angeboten werden. (Quelle: derstandard.at)

 

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