Prüfmethoden Reichweite für E-Fahrzeuge

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Politik und Autoindustrie arbeiten bekanntlich zusammen. Vermutlich aus diesem Grund weichen offizielle Werksangaben von realen Verbrauchswerten bei E-Autos so stark ab.

Die offiziellen Werksangaben für die Reichweite in den Prospekten der Autohersteller in Europa werden noch im Labor nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) gemessenen. Im Alltag können die auf dem Prüfstand ermittelten Reichweiten nach NEFZ nur mit extremer Schleichfahrt erreicht werden!

Beispiel BMW i3: BMW gibt 312 Kilometer Reichweite an. Auch gibt es eine Angabe „Reichweite im Alltagsbetrieb“ und wird vieldeutig als „bis“ 200 Kilometer Reichweite genannt.

testet die Umweltbehörde EPA Fahrzeuge in einem Fünf-Zyklen-Test, der neben Stadt- und Autobahnverkehr auch Zyklen mit laufender Klimaanlage oder bei niedrigen Temperaturen umfasst.

Seit dem USA-Modelljahr 2008 wird nach dem strengeren US-Zyklus EPA (Environmental Protection Agency) getestet. Der BMW i3 kommt dabei auf 184 km. Der EPA 5-Cycle Test besteht aus einem Stadt-, Autobahn-, Warmwetter- (mit Klima), Kaltwetter- (mit Heizung) und einem Hochgeschwindigkeitszyklus mit 80 mph (129 km/h). Der EPA- Zyklus lässt keine Rekuperation zu.

Was soll der Unsinn der unterschiedlichen Messmethoden in Europa und den USA für das gleiche Fahrzeug?

Den geschilderten Unsinn der unterschiedlichen Fahrzyklen soll der neue WLTP-Test (Worldwide Hamonized Light Vehicle Test Procedure) ein Ende bereiten.

Fazit: Die Laborwerte in den technischen Angaben sind meistens zu günstig angegeben. Wesentlich sind cW-Wert der Karosserie, Fahrzeuggewicht, Rekuperation und persönlicher Fahrstil.

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