Elektromotor vs. Verbrennungsmotor

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Vorteile des Elektroantriebs

Ein Elektromotor benötigt in der Regel gegenüber einem Verbrennungsmotor kein Schaltgetriebe. Das maximale Drehmoment wird schon kurz nach dem Anlaufen des Elektromotors abgegeben. Während der Verbrennungsmotor je nach Auslegung dafür eine bestimmte Drehzahl pro Minute benötigt, um das höchste Drehmoment zu erreichen, fällt der Drehmoment in der Regel bei weiterer Drehzahlerhöhung wieder ab.

Mit einem Elektromotor kann man auch im niedrigen Geschwindigkeitsbereich sehr schnell beschleunigen. Selbst Kleinwagen mit Elektroantrieb erzielen Werte, die bei Sportwagen, zum Beispiel Porsche 911 Spitzenwerte waren. In manchen Fällen ist eine Begrenzung des Drehmoments zur Schonung der Akkus notwendig, da eine Überhitzung von Elektromotoren und Akkus bei permanenter Überforderung möglich sind. Elektromotoren sind fast geräuschlos, fast vibrationsfrei und emittieren keine schädlichen Abgase. Elektromotoren haben einen sehr hohen Wirkungsgrad.

Ein heute komplexer Verbrennungsmotor, nach aktueller Euronorm, hat rund 2.500 Bauteile, die entwickelt, gefertigt und montiert werden müssen. Ein Elektromotor besteht dazu im Gegensatz lediglich aus rund 250 Teilen.

Die Technik eines Elektroautos und dessen Bau ist weniger komplex und benötigt keine 3-Zylinder-Motoren mit kleinem Hubraum und ein oder gar zwei Turboladern, Start-Stopp-Automatik, Wandler- oder Doppelkupplungsgetriebe, Kat, Partikelfilter, AGR-Ventil und Harnstoff (AdBlue oder Eolys), Stickoxid-Speicherkatalysator beim Diesel, um die Abgasnorm von Euro 6 ohne Mogelei bzw. „kreative Software“ zu erfüllen! Das modische Thema Klappenauspuff und den erzeugten übermäßigen Lärm vergessen wir schnell. Das E-Auto ist vom Antrieb her sehr leise, so dass bei Schrittgeschwindigkeit zukünftig ein Geräusch ertönen muss.

E-Autos benötigen wesentlich weniger Wartung, da kein Motoröl, Harnstoff, Getriebeöl, Differentialöl,  Zahnriemenwechsel etc. gewechselt werden muss und die Rückspeisung der Energie (Rekuperation) des Elektromotors beim Bremsen den Verschleiß der Bremsen mindert. Auch dürfte der Verbrauch an Reifen geringer sein.

Wenn ein Elektroauto im Stau steht, verbraucht es fast keinen Strom, mit Ausnahme für die eingeschaltete Klimatisierung und Heizung.

Batterien, die nicht mehr in Elektroautos wegen verminderter Leistungsfähigkeit eingesetzt werden können, haben als teuerstes Teil in einem E-Auto noch ein zweites Leben in einem skalierbaren Energiespeicher. Ein verbrauchter Automotor landet im Schrott.

Nachteile des Elektroantriebs

Sicherlich bis heute der gravierendste Nachteil ist die geringe Energiedichte der Akkus. Sie beträgt nur 1/50 bis ein 1/100 eines mit Benzin gefüllten Tanks. Elektrofahrzeuge sind wegen des immer noch hohen Gewichts der Akkus nicht leichter als entsprechende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Die Batteriekapazität ist ein prägender Faktor bei Fahrzeuggewicht und Preis.

Es fehlt die Flexibilität von Elektrofahrzeugen für lange Strecken und die flächendeckende Ladeinfrastruktur. Eine kurze Ladezeit zum Füllen des Energiespeichers, zum Beispiel 80% Ladung der Akkus innerhalb von 30 Minuten, ist nur mit leistungsstarken Gleichstrom-Ladestationen zu erreichen. Auch der bisher unzureichende und uneinheitliche Ausbau der Ladeinfrastruktur verhindert große Stückzahlen.

Im Winter kostet Heizen im E-Autos Reichweite. Je stärker die Heizleistung, desto kürzer wird die Reichweite, denn die elektrische Heizung benötigt je nach Außen- und gewünschter Innenraumtemperatur bis zu fünf Kilowatt Leistung.

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