Hersteller von Batterien für Elektroautos

Werbung

Weltweit gibt es zurzeit wenige Hersteller, die Batterien für Elektroautos in großen Serien herstellen. Bekannt sind:

Batterie- / Akku-Hersteller in China

  1. Aviation Lithium Battery
  2. Boston Power (Liyang)
  3. BYD (Shenzhen)
  4. Contemporary Amperex Technology (CATL, Ningde)
  5. CALB (Luoyng)
  6. Lishen (Tianjin)
  7. LG Chem (Nanjing)
  8. Long Power
  9. Panasonic (Liyng)
  10. Samsung SDI (Xian)

Batterie- / Akku-Hersteller in Japan

  1. Automotive Energy Supply Corporation (AESC)

Batterie- / Akku-Hersteller in Süd-Korea

  1. LG Chem (Ochang)
  2. Samsung SDI (Ulsan)
  3. SK Innovation (Seosan, Jeungpyeong)

Batterie- / Akku-Hersteller in Polen

  1. LG Chem (Breslau (Wrocaw)

Batterie- / Akku-Hersteller in Ungarn

  1. Samsung SDI (Göd)
  2. SK Innovation (Komárom ab 2020)

Batterie- / Akku-Hersteller in USA

  1. Tesla & Panasonic (Sparks)
  2. LG Chem (Brownstown /Michigan)

Aktuell ist Europa komplett abhängig von asiatischen Lieferketten.

Marktanteile bei der Zellproduktion

Laut Marktforscher IHS Markit hat Panasonic mit 19,6 Prozent derzeit den höchsten Anteil am Weltmarkt für Zellmodule von Elektroautobatterien, gefolgt von Automotive Energy Supply, einem Gemeinschaftsunternehmen von Nissan und NEC in Japan, mit 15,1 Prozent.

Auf den nächsten Plätzen liegen die koreanischen Zellenhersteller LG Chem mit 13,1 Prozent und Samsung SDI mit 11,5 Prozent sowie die chinesischen Produzenten Aviation Lithium Battery (7,3 Prozent) und Long Powers (6,1 Prozent). Mehrere Hersteller planen bereits Fabriken in Osteuropa, um sich für einen Elektroautoboom in Europa zu wappnen.

Damit dürften in „zukünftigen deutschen Elektroautos“ weiter Lithium-Ionen-Zellmodule aus Asien verbaut werden, In Ländern wie Polen oder Ungarn sind die Strom- und Produktionskosten teilweise nur halb so hoch wie in Deutschland. Konzerne wie LG und Samsung errichten deshalb dort Fabriken. Daher ist Deutschland für die Batterieproduktion uninteressant. Ausgehend von den derzeitigen Marktstrukturen, decken gerade asiatische Unternehmen häufig die komplette Wertschöpfungskette der Fahrzeugbatterien ab. (Quelle: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Energiespeicher-Monitoring-Update 2016)

Künftig mehr Autoakkus aus Rundzellen

Samsung SDI kündigte auf der North American International Auto Show (NAIAS) 2017 an, dass eine neue 2170-Akkuzelle auf den Markt kommt, die eine höhere Kapazität als jetzige Produkte aufweist. Der Name der neuen Rundzelle ergibt sich aus dem 21 mm großen Durchmesser und der Länge von 70 mm.

Aktuell dominiert der Standard für Zellen 18650 den Markt. Das sind Rundzellen mit 18 mm Durchmesser und 65 mm Länge. Dieser Typ Akku wird auch in Notebook-, Akkubohrer- und E-Bike-Akkus genutzt. Auch Tesla nutzt diesen Akkumulator für das Model S.

2170er-Zellen für Tesla Model 3

19.06.2017:Tesla und Panasonic haben in der Gigafactory 1 mit der Fertigung der Batteriezellen für das Tesla Model 3 begonnen, dessen Produktion ja im Juli starten soll. Die neuen 2170er-Zellen von Panasonic werden zwar schon seit Januar produziert, waren bislang aber nur für den Einsatz in den stationären Batterien von Tesla vorgesehen.

Ähnlich wie die Partner Tesla & Panasonic beim Tesla Model 3, wollen auch die beiden koreanischen Batterieproduzenten Samsung SDI & LG Chem Ende des Jahres auf die größeren 21700er Batteriezellen setzen.

Werbung