Wertverlust bei gebrauchten E-Autos

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Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hängt der Wertverlust nach einer Anzahl von Jahren immer von der Beliebtheit des Modells beim Neuwagenkauf ab. Grundsätzlich wird der Wertverlust immer in Prozenten vom Neupreis, also Katalogpreis zusüglich Sonderausstattungen, errechnet. Ein Fahrzeug mit einem defekten Motor hat natürlich nur noch ein Bruchteil seines Neuwertes als Restwert.

Ich glaube genau das ist der „Knackpunkt“ für die Berechnung des Restwertes eines E-Autos. Die meisten Hersteller geben heute eine Gewährleistung auf die Batterie von 8 Jahren ab Erstzulassung oder eine bestimmte gefahrene Kilomterleistung.

Also nehmen wir die tatsächliche bzw. sinnvoll nutzbare Lebensdauer einer Batterie in einem E-Auto mit 8 Jahren an. Welcher Hersteller liefert nach dieser Zeit noch für ein „so altes“ nicht mehr produziertes Modell einen Akku als Ersatz für einen hohen Betrag in Euro?

Das traue ich weder Renault, Nissan geschweige denn Opel (ex GM-Tochter) zu. Tesla könnte da eine Ausnahme bilden, denn für den von von 2008–2012 gebauten Tesla Roadster (Darkstar) gibt es neue Akkus. Aber wie gesagt, das ist alles Spekulation.

Aus meiner Sicht muss man bei den meisten Modellen nach acht Jahren mit einem sehr geringen Restwert rechnen, allein schon aus Gründen des technischen Fortschritts bei der Akku- und Leistungselektronik-Technik und den bereits bekannten Konzeptionswechseln der Hersteller. Interessant sind die heutigen und geplanten unterschiedliche Technikkonzepte der E-Autos.

Insgesamt geht zudem eine Trennlinie durch die Welt der E-Mobile. Was Spaß macht, wie BMW i3 und Tesla Modelle, wird eher gekauft und hat bessere prozentuale Restwerte. Vernunftfahrzeuge wie Renault Zoe, Nissan Leaf haben es da schwieriger. Vernünftige Käufer rechnen genauer als die Käufer der Oberklasse.

 

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