Ladeleistung von Ladestationen

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Der Akku des Jaguar i-PACE wird mit einer maximalen Ladeleistung von 100 kW angekündigt. Um diese Zahl besser einordnen zu können, sollte man erwähnen, was Tesla mit seinem SuperCharger (SuC) Netzwerk bereits heute kann.

SuperCharger Netzwerk

Die SuC leisteten bereits im Jahr 2013 schon 120 kW und wurden inzwischen auf max. 145 kW erweitert. In Europa stehen typischerweise 135 kW zur Verfügung. Weltweit haben Tesla-Fahrer Zugriff auf etwa 8.500 Ladepunkte an über 1.100 Standorten, an denen diese Leistung zur Verfügung steht.

Allerdings teilen sich jeweils zwei Ladepunkte die 145 kW. Welche Leistung am eigenen Ladepunkt zur Verfügung steht, hängt also jeweils davon ab, ob am zweiten Ladepunkt auch gerade ein Fahrzeug lädt und mit welcher Leistung.

Jaguar und andere Hersteller haben bisher kein Netzwerk und können nur Ladesäulen öffentlicher und unterschiedlicher Ladestationen-Anbieter wählen. Mir ist bisher keine Ladesäule bekannt, die 100 kW Ladeleistung bietet.

Ladesäulenverordnung in Deutschland

Die Ladesäulenverordnung soll Rahmenbedingungen für neu aufgebaute Ladestationen bieten. Im Grunde eine gute Idee, enthält sie leider Vorgaben, die zur Verlangsamung des Aufbaus neuer Infrastruktur führt.

Ein Kernkritikpunkt lautet, dass neue Schnellladestationen mindestens auch einen CCS Anschluss besitzen müssen, der europäische Ladestandard ist. Das zwingt Betreiber von Infrastruktur wie zum Beispiel Tesla zukünftig dazu, einen Ladestandard und Abrechnungssystem aufzubauen, den die Firma bzw. ihre Kunden gar nicht benötigen. Das wird sogar im privaten Raum verlangt, nur weil diese Ladesäule theoretisch für jeden erreichbar ist.


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