Wer muss bei der Kfz-Steuer 2018 mehr bezahlen?

Werbung

Das e-auto-journal.de hat über den neuen Prüfzyklus WLTP (Worldwide Hamonized Light Duty Vehicles Test Procedure) als Ablösung des unrealistischen Prüfmethode NEFZ berichtet.

Das neue Verfahren hat ab September 2017 Konsequenzen für die Messung der Schadstoffe, die aus dem Auspuffrohr entweichen und gilt für alle neu auf den Markt kommenden Modelle. Der Durchschnittsverbrauch und damit der CO2-Ausstoß fast aller Neuwagen erhöht sich. Experten rechnen mit einem Anstieg um 15 bis 25 Prozent.

Ab September 2018 folgen alle Neuzulassungen dem System. Einzig die Besitzer alter Autos können sich entspannen: Deren CO2-Ausstoß und auch ihre Kfz-Steuer bleibt vorläufig unverändert.

Das neue Verfahren ist zwar ehrlicher, hat aber Auswirkungen auf die Kfz-Steuer. Bei dieser Steuer spielt der Kohlendioxid-Ausstoß eine entscheidende Rolle. Auf den hubraumbezogenen Sockelbetrag addiert der Staat eine CO2-Abgabe: 2 Euro für jedes Gramm über dem steuerfreien Grenzwert von 95 g/km CO2.

Beim Smart Fortwo 0.9 mit Benzinmotor ergibt sich eine Kfz-Steuer von 106 Euro, früher nur 22 Euro.

Reichte beim NEFZ die Messung eines Basismodells, müssen die Hersteller den EU-Normverbrauch künftig für viele Ausstattungsmerkmale, wie etwa andere Felgen und Reifen, separat ausweisen. In der Praxis bedeutet dies, dass sich im Konfigurator je nach Ausstattung nicht nur der Preis, sondern auch der EU-Verbrauch ändern wird. Da die ermittelten Werte schlechter sind als nach dem alten Messverfahren, wird in vielen Fällen eine erhöhte Kfz-Steuer fällig.

Werbung