Verhalten des Akku im Winter

Im Winter verliert ein Akku an Spannung. Das liegt am verwendeten Material für den Elektrolyt. Der Elektrolyt ist die Flüssigkeit in einem Akku, die die Lithium-Ionen zwischen den Elektroden hin und her transportieren. Wenn diese Flüssigkeit kalt ist, ist sie zäh und die Ionen wandern langsamer als bei warmen Außentemperaturen. Diese Eigenschaft senkt die Fahrleistung als auch die Reichweite.

Ein anderer Effekt ist, dass die Angabe der Reichweite nach etwa 15 gefahrenen Kilometern kaum sinkt. Denn beim Fahren erwärmt sich der Akku und die Spannung steigt wieder an. Die Wärme fördert den chemischen Prozess zwischen den Elektroden. Durch diese Reaktion geht letztlich keine Reichweite für die Fahrt verloren. Akkus arbeiten immer temperaturabhängig. Sind sie zu heiß oder zu kalt verringert sich die entnehmbare Leistung. Wegen der geringeren Energiedichte der verwendeten Akkus ist die Wetterabhängigkeit beim Verbrauch an Energie von E-Autos größer als die von Verbrennern.

Das Heizen des Innenraums stellt bei E-Fahrzeugen ein großes Energieproblem dar, da sie nicht über überschüssige Abwärme wie ein Verbrenner verfügen.

Fazit: Bei kalten Temperaturen besitzen E-Fahrzeuge eine wesentlich geringere Reichweite und eine eingeschränkte Motorleistung. Die Angaben der Reichweiten in den Prospekten aller e-Autos beziehen sich auf die Bedingungen, die beim perfekten Wetter und Laborbedingungen herrschen.