Neuer Trend bei E-Autos?

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Wir haben uns bereits seit 2017 an das ungezügelte Geschwätz, Ankündigungen und Gebrüll der Dinosaurier der Diesel- und Benzinmotoren Hersteller gewöhnt. Dazu gibt es noch einen schönen Ausdruck aus der englischen Sprache “Vaporware”. Wir werden sehen, was wirklich die Werkhallen verlässt und welche Träume wegen versiegen der Geldquellen nicht realisiert werden.

Auf jeden Fall gibt es mehrere Trends bei neu konzipierten E-Autos. Über die diversen unterschiedliche Technikkonzepte für E-Autos wurde bereits ausführlich berichtet.

Auch bei E-Autos liegt der SUV oder Crossover (CUV) im Trend

Auch wer die Ungetüme mit einer Front wie ein Kleiderschrank mit LKW-Reifen und null Sicht zur Seite und nach hinten ohne Helferlein nicht mag, der Kunde bekommt, was modisch im Trend liegt, ob bei VW, BMW, Byton, Mercedes, Tesla und … Ökologisch ein Irrsinn aber stark und kämpferisch im Aussehen. Übersichtliche Karosserien sahen in der Vergangenheit anders aus, zum Beispiel FIAT 1800 /2000.

Smartphone auf Rädern mit Fahrwerk und Karosserie

Der Wandel ist sichtbar in den Präsentationen der diversen Hersteller. Sie überbieten sich förmlich mit elektronischen Assistenzsystemen, medialer Ausgestaltung, Sprachsteuerung “Hallo …”, Gestensteuerung und Sensoren zum automatisierten und autonomen Fahren der Level 1-5 und Software Update over the air (Tesla), permanentes Datensammeln der Fahrzeug-Daten, Online-Profile von den Passagieren erfasst und in einer Cloud gespeichert. Ob diese Technisierung Sinn macht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Gestaltung und Bedienung der digitalen Armaturen

Digitale Rundinstrumente und separate Navigationssysteme in der Mitte des Armaturenbretts sind nichts Neues. Wir finden diese Features bei Renault ZOE, Leaf 2018 u.a. Mit digitalen Rundinstrumenten und einem senkrecht angeordneten großen Bildschirm war Tesla der Trendsetter im Model S und X. Im Model 3 gibt es nur noch einen horizontal ausgerichteten Bildschirm und vor dem Fahrer keine Anzeigen mehr und das mit Touch-Bedienung, eben wie bei einem Smartphone. Das ist durchaus sinnvoll und spart Hebel und Schalter und ist bei guter Bedienerführung übersichtlich.

Das ultimative Display stellte Byton auf der CES 2018 vor. Das Display ist 125 cm lang und 25 cm hoch. Auch im Lenkrad scheint ein Display eingebaut zu sein. Wenn der Airbag im Lenkrad zündet, bekomme ich dann das Display vor den Kopf? Ob die Informationen des Displays die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr ablenken? Na ja, der Byton SUV soll ja Level 4 und 5 (Kameras, Ultraschallsensoren und Laserscanner) irgendwann per “Software Update over the air” erreichen und selbst fahren. Wann die Gesetze das in Deutschland möglich machen, ist offen.

Elektro SUV von Byton mit Display
Elektro SUV von Byton mit Display © Fotoquelle und Bildrechte: Byton

Aufbau des Ladenetzwerkes zur Energieaufnahme hat Priorität

Grundsätzlich bedauerlich ist, dass die Infrastruktur von Ladestationen 2018 nicht sicher ist. Es gibt noch viel zu wenige Ladestationen, denn auch hier finden wir das ungelöste Henne-Ei-Problem vor. Bei so vielen angekündigten Initativen bin ich optimistisch, dass sich bei den gesetzlichen Regelungen und im Ausbau einiges in den nächsten Jahren tun wird, denn grundsätzlich ist jede Straßenlaterne als Ladestation geeignet.

Aber die Debatte unterschlägt die Tatsache, dass zu einer dichten, sicheren und funktionierenden Ladeinfrastruktur mehr gehört als die Zahl der Ladesäulen, eben der Ausbau der Netze und weg von der Kohle zur Stromgewinnung.


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